Flussdiagramme und Programmablaufpläne

Für viele Bereiche gibt es schon fertige Programme. Einige Programme sind jedoch nur Werkzeuge, die entsprechend den individuellen Wünschen der Anwender angepasst werden müssen. Für diese Anpassungen sind keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Jedoch muss der Anwender genau wissen, was er eigentlich will.

Diese Vorgaben kann er mittels eines Flussdiagramms oder auch Programmablaufplanes mit einfachen Regeln einem Administrator mitteilen. Dies möchte ich zur besseren Verständlichkeit an einem Beispiel darstellen:

In einer Telefonzentrale sitzen mehrere Mitarbeiter, die alle einkommenden Anrufe entgegennehmen und zur richtigen Sachbearbeitung weitervermitteln sollen. Hierfür wird den Mitarbeitern eine zusätzliche Anruferverteilsoftware zur Verfügung gestellt. Diese Software sorgt dafür, dass der Mitarbeiter, der z.B. am längsten nicht telefoniert hat, das nächste Gespräch erhält. Diese Software hat jedoch noch weitere Funktionalitäten. So kann vorgegeben werden, dass außerhalb der „Öffnungszeiten“ ein bestimmter Ansagetext erfolgt. Ferner können zu verschiedenen Situationen unterschiedliche Reaktionen erfolgen. Wenn alle Telefonzentralmitarbeiter besetzt sind, kann ein separater Hinweis erfolgen. Ferner kann die Möglichkeit gegeben werden, eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Abhängig von persönlichen Vorlieben oder politischen Vorgaben kann diese Anruferverteilsoftware unterschiedlich konfiguriert werden. Fragen, die der Anwender (Mitarbeiter/ Leiter der Telefonzentrale) zu beantworten hat, sind z.B.:

Viele Anwender wissen nicht, was mit den Daten passiert, wenn sie auf einen Button klicken. Um jedoch das Verständnis für einzelne nachvollziehbare Tätigkeiten zu bekommen, weite ich den Exkurs DOS etwas aus. Bei einem DOS Kommando tut der PC genau das, was ihm gesagt wurde – und nichts anderes.

Bei der Festlegung, wie ein Programm arbeiten soll, muss der Anwender jedoch genau wissen, wie sich das System verhalten soll. Dies wird mit einfachen Symbolen dargestellt. Im Wesentlichen werden nur drei verschiedene Symbole benötigt. Dies sind die Abfolge, die Verzweigung (Entscheidung) und die Schleife (Mehrfachwiederholung auf Grund einer Entscheidung). Mit diesen einfachen Schritten lässt sich dem Administrator eindeutig darlegen, wie er das System zu konfigurieren hat, damit es sich so verhält, wie der Anwender es wünscht. Um die Symbole benutzen zu können, ist kein aufwändiges Zusatzprogramm erforderlich. Bereits in einer Tabellenkalkulation sind diese Symbole enthalten. Um in Excel mit den Symbolen arbeiten zu können, ist die Symbolleiste „Zeichnen“ zu aktivieren (Ansicht/ Symbolleiste/ Zeichnen). Durch einen Klick auf die „AutoFormen“ und „Flussdiagramm“ erscheinen an erster und dritter Stelle in der ersten Reihe die Symbole für die Abfolge (Prozess) und die Verzweigung (Entscheidung). Anschließend werden die Symbole noch mit Pfeilen aus der „Zeichnen“-Symbolleiste verbunden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Grafik lesbar bleibt. Dies wird dadurch erreicht, dass die Programmabfolge von oben nach unten gelesen wird. Die Pfeile führen also oberhalb des Symbols zum Symbol hin und werden nicht schräg über die Grafik gezogen.

Rauchern ist das Rauchen so geläufig, dass sie sich keine großartigen Gedanken mehr darüber machen, was sie da eigentlich tun, um dem Genuss zu frönen. Im untenstehenden Beispiel ist jedoch der Vorgang des Rauchens als Flussdiagramm dargestellt:

Flussdiagramm